Olympische Dorf Elstal Führung Geschichte der Berliner Olympiade.

Wenige Kilometer von der westlichen Stadtgrenze Berlins entfernt lädt das Olympische Dorf der XI. Sommerspiele 1936 zum Besuch ein. Zu sehen ist unter anderem das "Speisehaus der Nationen", in dem während der Spiele die Athleten aus 50 Nationen streng von der Außenwelt abgeschirmt versorgt wurden. Auch die Unterkünfte der Olympiateilnehmer, das Hindenburghaus, in dem Theater- und Filmvorführungen stattfanden sowie eine Sport- und Schwimmhalle sind zu besichtigen. Nach den Olympischen Spielen waren auf dem Gelände das Lazarett Döberitz und eine Infanterieschule untergebracht. Danach wurde es bis 1992 von den sowjetischen und später von den GUS-Streitkräften genutzt. Das Vorzeigeobjekt aus der Nazizeit ist heute kaum wieder zu erkennen. Überall bröckelt der Putz, Dächer und Fußböden haben unübersehbare Schäden. Die Stiftung der Deutschen Kreditbank, die das Gelände im vergangenen Jahr erworben hat, will das ehemalige Olympische Dorf vor dem weiteren Verfall retten.