Fotoausstellung: Jewgeni Chaldej – Der bedeutende Augenblick, die Rote Fahne auf dem Reichtag.

Sein Foto eines Rotarmisten, der am 2. Mai 1945 auf dem Berliner Reichstagsgebäude die sowjetische Fahne hisst, wurde weltberühmt. Dabei ist es ein eher untypisches Bilddokument dieses Fotografen, der heroische Posen nicht suchte, sondern eher "im Vorübergehen" dokumentierte und das Wesentliche mit sicherem Blick festzuhalten verstand. Mit seiner gebraucht erstandenen "Leica" begleitete er die Rote Armee auf ihrem Vormarsch und dokumentierte die Befreiung Rumäniens, Bulgariens, Jugoslawiens, Ungarns sowie die Einnahme Wiens und Berlins. Er fotografierte auch bei der Potsdamer Konferenz 1945, der Pariser Friedenskonferenz 1946 und beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946. Bis 1949 arbeitete er weiterhin für TASS, ab 1956 bis zu Beginn der 70er Jahre für die "Prawda". Jewgeni Chaldej starb 1997 in Moskau. Die Retrospektive zeigt neben diesen historischen Aufnahmen bisher noch nicht veröffentliche Fotos aus dem Gesamtwerk Jewgeni Chaldejs sowie frühe Arbeiten aus den 30er Jahren bis hin zu seinem Spätwerk Ende der 80er Jahre