Körperwelten Heidelberg

Die inzwischen erfolgreichste Ausstellung der Welt: Vor fünf Jahren heiß umstritten, in München verboten, dann doch erlaubt, nachdem einige besonders provokante Ausstellungsstücke weggelassen wurden. Die Ausstellung erhitzte die Gemüter, die Presse stritt heftig über ethische Grenzen und Scham, Menschenwürde und Totenruhe, über die Freiheit der Kunst und das individuelle Recht zu entscheiden, welche Ausstellung man sehen sollte und welche nicht. Währenddessen standen die Besucherschlangen stundenlang an der Kasse an, und Zehntausende schoben sich an den Plastinaten vorbei, ergriffen, interessiert, tief berührt. Und oft auch mit geschärftem Blick für den eigenen Körper und motiviert, ihn in Zukunft besser zu behandeln. Nachdem KÖRPERWELTEN fünf Jahre in Nordamerika zu sehen war, kehrt die Ausstellung nun nach Deutschland zurück. Damals gab es zwei Versionen, inzwischen sind es fünf. Wir werden heute die neu geschaffene Version KÖRPERWELTEN & DER ZYKLUS DES LEBENS sehen, die den Körper im Kreislauf von Entstehen und Vergehen zeigt. Die Ausstellung ist als Selbstentdeckungsreise konzipiert. Über 200 echte menschliche Präparate in plastinierter Form zeigen den Körper im Lauf der Zeit: wie er entsteht, reift und wächst, vor Gesundheit strotzt, den Höhepunkt erreicht und schließlich schwächer wird – die Palette reicht von der Zeugung bis ins hohe Alter. KÖRPERWELTEN kann man wie ein dreidimensionales Lehrbucherleben: Die Anatomie als Grundstruktur des Körpers wird informativ und aufklärend dargestellt. Die Besucher gewinnen Wissen über die Körperfunktionen und erfahren gleichzeitig, wie komplex und ästhetisch, aber auch wie verwundbar und zerbrechlich der Körper ist. Eine Ausstellung, die unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.