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Jüdische Friedhof Weißensee Geschichte und Geschichten |
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Der Jüdische Friedhof Weißensee ist einer der größten in Europa, über 115 000 Berliner haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Friedhof entstand 1880 nach Plänen des Architekten Hugo Licht, der die gelben Backsteingebäude und das Arrangement der Grabfelder in Dreiecke, Rechtecke oder Trapeze gestaltete. Hinter dem Eingang steht ein Gedenkstein für die 6 Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Namen aller Konzentrationslager sind auf kreisförmig aufgestellten Stelen eingegraben. Zahlreiche berühmte Berliner sind hier bestattet, so unter anderem der Maler Lesser Ury und die Verleger Samuel Fischer und Rudolf Mosse. Üblicherweise sind jüdische Grabsteine schmucklos gehalten, um die Gleichheit der Menschen im Tode zu zeigen, doch im 19. Jahrhundert orientierten die assimilierten Juden Berlins sich an den prächtigen Grabgestaltungen des Wilhelminismus. Neben traditionell schlichten Grabsteinen kann man daher auch aufwändige Grabgestaltungen entdecken. Herausragende Kunstwerke sind beispielsweise die von Walter Gropius gestaltete kubistische Grabstätte für Albert Mendel oder das Grab der Famile Panowsky, das Ludwig Hoffmann schuf. ... mehr | |
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