Schlager-Wellness-Weekend im Sonnenhof in Aspach
Freitag, 9. Januar
Blauer Himmel. Strahlender Sonnenschein. Schneebedeckte Landschaft. Was für ein herrliches Wochenende. Manche Fahrgemeinschaften trudelten schon morgens ein, um das Wochenende ausgiebig auszukosten. Beim Abendessen in dem gemütlichen Alaska-Restaurant waren dann alle 31 Mitglieder versammelt und harrten gespannt der Dinge, die der Abend bringen würde. In drei Räumen wurde Musik gespielt, in der rauchfreien Hazienda sollte eine Mallorcaparty laufen, in zwei anderen Räumen, in denen Rauchen erlaubt war, wurde Schlagermusik gespielt. Die Mallorcaparty gefiel uns am besten, wie sich zeigte, sollte die allerdings zusätzliche 10 Euro Eintritt kosten, auch für die Hausgäste, was wir doch als ärgerliche Abzocke empfanden.
Aber nun ja, was hilft’s. Nun waren wir schon mal da und begaben uns ins Getümmel. Unglaublich, was da los war. Das Publikum – teilweise recht jung - ließ sich begeistern von den Sängern, stand vor der Bühne, tanzte und hob mit Freuden die Hände zum Himmel. Nicht meine Musik, aber das wusste ich ja vorher und ich empfand es durchaus als ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis, die ausgelassene Atmosphäre mit zu erleben. Natürlich herrschte auch in diesem Tanzlokal viel Frauenüberschuss, doch trotzdem ergatterte ich einen Tänzer und konnte ein paar Runden drehen. Je später der Abend, umso ausgelassener die Stimmung. Die Leute hatten echt ihren Spaß.
Inzwischen wussten wir auch, dass für die Party am nächsten Tag, bei dem irgendein Schlagersternchen kommen sollte, satte 18 Euro Eintritt verlangt werden sollte. Es war nicht leicht, aber ich ergatterte die beiden Kegelbahnen im Haus am Samstag Abend für unsere Gruppe als kommunikative Alternative.
Samstag, 10. Januar
Nach dem Frühstück versammelte sich eine Riesengruppe vor dem Hotel. Eine geführte Wanderung zum Blockhaus um 10.30 Uhr stand auf dem Plan. Wunderschön bei dem Wetter, durch die verschneite Wege und den glitzernden Wald zu marschieren. Die Sonne strahlte, man kam nicht zum Frieren, weil die Anführer einen wirklich schnellen Schritt vorlegten. Doch da ein paar Ortskundige dabei waren, fanden auch die Langsameren den Weg noch in die gemütliche Blockhütte. Für jede Gruppe waren Plätze reserviert, Getränke standen auf dem Tisch, auch reichlich Wein, ein Schnitzel-Mittagessen wurde serviert und dann gings los mit einer wirklich tollen Show. Gekonnt wurden Witze erzählt, aber nicht platt, sondern echt lustig. Es gab viel zu lachen. Viel Beifall ernteten die Künstler auch für ihre professionell gemachte Stimmenimitationsshow. Alle Achtung. Trotz der frühen Zeit standen die Leute zum Schluss auf den Bänken.
Die Zeit verging wie im Flug. Gegen 14 Uhr machten wir uns auf den ca. 4 Kilometer langen Rückweg und dann zerstreute sich die Gruppe – die einen fanden sich ein zum Kaffeetrinken, die anderen in der Wellnesslandschaft, oder erholten sich beim Mittagsschlaf vom Weingenuss.
Pünktlich um 19 Uhr war der Tisch gedeckt, es dauerte ein wenig mit dem Essen, da die Küche mit den Vorbestellungen durcheinander gekommen war. Kein Problem, die Kegelbahnreservierung ließ sich um eine halbe Stunde nach hinten verschieben. Auf den beiden Kegelbahnen ging’s laut und lebhaft zu, die zwei Stunden waren schnell vorbei. Die Zeit passte perfekt, denn inzwischen wusste ich, dass um 22.40 Uhr die Türen zur Hazienda geöffnet und kein Eintritt mehr verlangt wurde. Auch heute wieder war es voll, viele lachende Gesichter, die Hände flogen zum Himmel, die Leute tanzten begeistert Discofox, vorausgesetzt sie hatten einen Partner.
Sonntag, 11. Januar
Für mich war das Wochenende gleich nach dem Frühstück beendet, weil am Nachhmittag die erste Ü40 Party in Landau stattfand. Für die Mitglieder gab’s im Sonnenhof noch ein nettes Vormittagsprogramm und nach dem Mittagessen hieß es dann auch für sie: Auf nach Hause.