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Kompasswanderung in KarlsruheSamstag, 18. April 2009 Was für ein Sch...wetter. Den ganzen Tag regnete es in Strömen. "Schade, ich wäre so gern mitgegangen, aber heute ist es mir zu nass", meldeten sich viele ab. Doch acht unerschrockene Mitglieder kamen trotzdem zu vereinbarten Zeitpunkt ans Naturschutzzentrum, wo wir von einer jungen Frau empfangen wurden und uns im Trockenen versammelten. "Die Legende erklärt die Zeichen auf der Karte". Die meisten von uns hatten sich noch nicht wirklich intensiv mit Karten beschäftigt und schauten nun mal genauer hin. Wir erfuhren, wie man einen Kompass an den Linien auslegt und nach Norden ausrichtet. Jeder bekam eine Kladde in die Hand mit einem Kartenausschnitt rund ums Gelände, einen Kompass dazu und dann hieß es. "Jetzt gehen wir raus ins Gelände. Orientieren Sie sich." Der Regen hatte fast aufgehört. Wir studierten alle intensiv unseren Kartenausschnitt, drehten uns um, bis die Richtung stimmte, sahen Wege in der Landschaft aber keine Zeichen auf der Karte. "Oft stimmen die Karten nicht, nicht alle Wege sind eingezeichnet. Man muss sich an verschiedenen Zeichen orientieren." Immer wieder blieben wir stehen, um uns zu orientieren. Zum Glück blieben wir als Gruppe zusammen, so dass keiner verlorenging. "Jetzt möchte ich Ihnen die Augen verbinden", lächelte unsere Führerin und zog schwarze Binden aus dem Rucksack. "Und nun legen Sie die Hand auf die Schulter ihres Vordermannes oder der Vorderfrau". Ich war die erste, sie ergriff meine Hand, und als Polonaise zogen wir brav durch den Wald. "Hoffentlich sieht uns niemand", grinste einer von uns. Es ging durch Gras und über Wurzeln, mal hoch, mal runter. Schon ein merkwürdiges Gefühl, nicht zu sehen, wo man hintritt. "So, jetzt können Sie die Binden abnehmen." Nun standen wir mitten auf einem Weg, rings um uns Bäume. "Wo sind wir? Wie bestimmt man die Himmelsrichtung?" "Zum Beispiel am Moos an den Bäumen. Da weiß man, wo die Wetterseite ist." Ja, wir hatten auch Experten unter uns, hörten aber, dass es noch weitere Methoden gibt. die sich mir aber nicht so ganz erschlossen und für die man eine Pfütze, eine Haarnadel und ein Blatt braucht. "Vom Baum, nicht aus dem Drucker". Ein weiterer Hinweis: "In einer Kirche können Sie sich zum Beispiel am Altar ausrichten". Eine grinste: "Oder vielleicht Leute fragen. Wo eine Kirche ist, ist ja auch eine Siedlung mit Menschen." Eine gute Idee. Zu einer Siedlung gehört ja auch ein Restaurant. Wir waren inzwischen durchfroren und freuten uns auf einen heißen Kaffee oder Kakao. Den bekamen wir dann auch im Naturfreundehaus in der Nähe, wo wir es uns bequem machten und noch zwei lebhafte Stunden verbrachten. "War trotzdem schön, auch wenns geregnet hat. Wäre schade gewesen, es abzusagen", so das Fazit am Schluss.
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