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Japanischer Garten und Sternenwarte Kraichtal

Die Wettervorhersage verhieß: Nachmittags bewölkt, abends Regen. Hmmm, keine guten Voraussetzungen für den Besuch der Sternenwarte, für den sich über 30 Mitglieder angemeldet hatten.

Nachmittags schien noch strahlende Sonne, als wir uns vor dem japanischen Garten vorm Therapiezentrum Kraichtal versammelten. Was für ein wunderschöner Park mit so vielen Ein- und Ausblicken, Sitznischen, liebevoll gestalteten Details - alles von den Patienten selbst gemacht. Eine Atmosphäre, als wäre man in Japan. Wunderschön. Wir waren alle begeistert.

Der Hunger rief. Ab in die Kneipe, die uns zu dieser Zeit allein gehörte. Viel Gelächter, viel Geschnatter. Es klappte auch tatsächlich, dass wir innerhalb knapper zweier Stunden alle gegessen und bezahlt hatten.

Wo ist die Sternwarte? Im Konvoi fuhren wir los, parkten am Hang, stiefelten den Hügel hoch, erstiegen die schmale Treppe zum Gipfel, wo bereits Roland Zimmermann auf uns wartete. Eine unterhaltsame Stunde rund um Sonne, Planeten und Kometen folgte, in denen er in einem Mitmachvortrag anhand von Modellen die Zusammenhänge veranschaulichte, während er die Planeten von Menschen aus unseren Reihen darstellen ließ - auch einen "Kometen" ließ er ins Geschehen sausen und raubte uns damit alle Illusionen über Sternschnuppen: "Alles bloß Dreck von den Kometen".

langsam zog die Dämmerung herauf. Es war 20 Uhr. Zwischendurch bedenkliche Blicke zum Himmel. Der erste Regentropfen. Und dann öffneten sich die Schleusen. Die einen retteten sich in ein Gartenhäuschen auf dem Gelände, die anderen in ein kleines Zelt mit Holzbänken. Da saßen wir nun eng beinander, während draußen der Donner grollte, und Regentropfen aufs Zeltdach fielen. "Bestimmt gleich vorbei". Nachher machen wir weiter mit dem Vortrag. Und tatsächlich, der Regen wurde schwächer. Kurzfristig.

Bis plötzlich der Donner grollte, Hagel auf das Zeltdach prasselte und die haselnußgroßen Körner auf der Wiese lagen. So nah hatte ich persönlich Hagelkörner noch nicht gesehen.

Was nun? Gerne hätten wir Roland Zimmermann weiter zugehört. Das Interessanteste wäre ja jetzt auch erst gekommen und der Himmel hellte sich auf. Zwar rannen Wasserbäche die Straße hinab, doch wir hätten eigentlich weitermachen können. Doch die meisten waren bereits geflohen. So machten wir uns auch auf den Rückweg, die nasse Straße hinunter. Eine tolle Stimmung in dem Abendlicht, mit den Wasserbächen auf den Straßen. "Mal wieder ganz anders, der Ausflug, als ich ihn mir vorgestellt hatte", lachte Helga. "Auch schön."

Ansonsten werden wir es nochmal versuchen mit der Sternenwarte. Versprochen.